Rückstau Südbrücke:

Mit dem Fahrrad am Stau vorbei

11. März 2014.

Den Pendlern in Bonn rät der ADFC angesichts zunehmender Staus, jetzt endlich den Umstieg aufs Rad zu testen. Gerade jetzt, wo die heiße Phase der Brückensanierungen beginnt und am Montag bereits lange Staus durch die Arbeiten auf der Südbrücke zu beobachten waren, sei das Rad die beste Alternative, um am Stau vorbei pünktlich zur Arbeit zu kommen, rät Werner Böttcher, Sprecher der Verkehrsplanungsgruppe des ADFC Bonn/Rhein-Sieg.

Die Radwege auf der Südbrücke bleiben während der Bauarbeiten – voraussichtlich sogar beidseitig – passierbar, teilte die Stadt Bonn dem ADFC auf Anfrage mit. Dies treffe auch auf die anschließend beginnenden Arbeiten auf der Nordbrücke zu. Per Fahrrad lässt sich somit dem Verkehrschaos ein Schnippchen schlagen: Am Stau vorbei ist der Rhein rasch überquert, während sich der Autoverkehr am Morgen auf der B42 bis Bad Honnef zurückstaute. Manche Pendler standen bis zu zwei Stunden im Stau und kamen zu spät zur Arbeit.

“Würden schon die Arbeitnehmer aufs Rad umsteigen, die etwa im Umkreis weniger Kilometer rund um das Regierungsviertel mit Telekom, Posttower und UN wohnen, könnten davon auch die Einpendler aus dem Rhein-Sieg-Kreis enorm profitieren”, so Böttcher. “Wenn die Bonner umsteigen, würde das den Verkehr stark entlasten”.

Verkehrsstudien zeigen, dass sogar in Bonn die meisten Wege unter fünf Kilometer kurz sind, aber trotzdem überwiegend mit dem Auto zurückgelegt werden. “Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um das Rad als Alternative zum Auto zu testen”, so Bötcher. Zudem befinden sich im Regierungsviertel mehrere sehr fahrradfreundliche Arbeitsgeber, die zum Beispiel Radfahrern Duschmöglichkeiten, Umkleiden und Kleiderspinde anbieten. Dazu gehören beispielsweise die Deutsche Telekom und die Deutsche Post DHL. Auch die Deutsche Welle, die Friedrich-Ebert-Stiftung und die UN haben sich bereits an Aktionen wie “Mit dem Rad zur Arbeit” von ADFC, Stadt Bonn und AOK beteiligt und unterstützen ihre Arbeitnehmer, die mit dem dem Rad zur Arbeit kommen.

Foto: Erich Häfele / JOKER

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