Friedensplatz: Rassisten unerwünscht!

Protestkundgebung gegen Wahlkampfhetze von „Pro NRW“

13. Mai 2014.

Das Bündnis „Bonn stellt sich quer“ ruft für nächsten Samstag dem 17. Mai zu Protesten gegen die auf dem Friedensplatz geplante Wahlkampfkundgebung der rechtsradikalen Partei „Pro NRW“ auf. Die Kundgebung des Protestbündnisses unter dem Motto „Keinen Platz, keine Stimme für Rassisten – Für ein friedliches Miteinander in unserer Stadt“ wird um 12 Uhr von Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch eröffnet.

„Es freut uns, dass der OB auf unserer Bühne die 2009 einmütig im Rat verabschiedete ‚Bonner Erklärung gegen Rassismus‘ aktiv umsetzt“, erklärt Bündnissprecher Mani Stenner. Darin heißt es u.a. : „Wir bringen unsere Haltung gegenüber Gruppierungen und Organisationen zum Ausdruck, die sich erkennbar nicht von Diskriminierung, Gewalt und Rassismus distanzieren. Die Mitglieder unseres Stadtrates und der Bezirksvertretungen haben erklärt, sich persönlich offensiv gegen Gewalt, Diskriminierung und Rassismus einzusetzen.“

„Bonn stellt sich quer“ würde sich ganz im Sinn der Erklärung über die aktive Beteiligung von vielen Ratsmitgliedern und Bonner Parteien bei den Protesten gegen die rassistische „Pro NRW“ freuen. „Mitten im Europa- und Kommunalwahlkampf haben wir allerdings beschlossen, dass es keine Redebeiträge von Menschen geben soll, die im Wahlkampf stehen“, fügt Co-Sprecherin Susanne Rohde hinzu. „Wichtig ist uns aber der Beitrag der Integrationsbeauftragten der Stadt, Coletta Manemann. Sie kann uns berichten, wie Stadt, Kirchengemeinden und Verbände ganz im Gegensatz zu den Hassparolen der Rassisten, unter anderem die vor den Gräueln des syrischen Bürgerkriegs zu uns geflohenen Menschen Willkommen heißen und konstruktiv unterstützen“.

In weiteren Beiträgen will das Bündnis über die rechtsradikalen Ziele von „Pro NRW“ und deren Verbindungen auch zu Neonazis informieren, über das Engagement gerade auch vieler Jugendlicher gegen Rechts berichten, Netzwerke für die Solidarität mit Flüchtlingen unterstützen und Forderungen an die Asyl- und Migrationspolitik der EU stellen.

„’Pro NRW‘ darf nicht verharmlost werden. Ihre Wahlkampf-Slogans verbreiten Hass und rufen kaum verblümt zu Gewalt gegen Flüchtlinge und Muslime auf. Kein Wunder, dass ihre Plakate so hoch gehängt sind. Rassisten  brauchen lange Leitern“, erklärt das Bündnis. Deshalb sei es wichtig, ihnen am 17. Mai auf dem Friedensplatz „lautstark zu zeigen, dass wir antiislamische, rassistische und nationalistische Hetze in Bonn nicht dulden“.

Das Faltblatt/Aufruf zur Kundgebung am 17. Mai findet sich hier.

Foto: ( c ) FrieKoop

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