Trauerfeier in der Trinitatiskirche

Abschied von Mani Stenner

28. Juli 2014.

Am vergangen Samstag, den 26. Juli, fand die Trauerfeier für den Friedensaktivisten Mani Stenner in Bonn statt. Der langjährige Geschäftsführer des Netzwerks Friedenskooperative war am 17. Juli plötzlich im Alter von nur 60 Jahren verstorben. Fast 350 Freunde und Weggefährten nahmen in der Trinitatiskirche Abschied.

Stenner zählte seit den 1980er Jahren zu den führenden Köpfen der deutschen Friedensbewegung und engagierte sich sowohl auf nationaler als auch auf lokaler Ebene in Bonn für Frieden und Gerechtigkeit. So setzte er sich stets für die Nutzung ziviler statt militärischer Mittel ein und kämpfte, unter anderem, für die Rechte von Flüchtlingen sowie gegen Rechtsextremismus, Rüstungsexporte und Atomwaffen. Er wurde für seine Gabe, allen Menschen vorurteilsfrei gegenüberzutreten geschätzt. So initiierte er mit dem „Bonner Forums für BürgerInnen und Polizei“ einen einmaligen und beispielhaften Dialog zwischen Polizei und Aktivisten. Er war ein Realist, der jedoch unermüdlich für seine Ideale eintrat.

Wie sehr Mani Stenner die Menschen, die ihn kannten berührt hat zeigte sich an an der großen Zahl der Trauergäste, die in die Trinitatiskirche in Bonn Endenich kamen, um sich von ihm zu verabschieden. Auf dem Sarg lag eine Pace-Flagge und Fotos zeigten Stenner beispielsweise auf einer Demo in Bonn.

Dass er Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen zusammenbringen konnte wurde auch in den bewegenden Reden, die an den Menschen und Aktivisten Mani Stenner erinnerten, deutlich. So sprachen sowohl Werner Rätz, einer der Initiatoren von Attac Deutschland, als auch der ehemalige Bonner Polizist Udo Behrendes. Behrendes, mit dem Stenner das „Bonner Forum für BürgerInnen und Polizei“ gründete. Dieser hob hervor, dass ihre Beziehung stets von „Empathie, Respekt und Diskussion auf Augenhöhe“ gekennzeichnet war. „Mani Stenner ist beharrlich, idealistisch und realistisch zugleich, für Frieden, Menschen- und Bürgerrechte eingetreten“, sagte Behrendes.

Auch Andreas Buro, Memo Sahin, Jürgen Repschläger, Christine Repschläger und Hartmud Löschke erinnerten in ihren Reden daran, dass Mani Stenner ein außergewöhnlicher Mensch war. Er dachte nie ans Aufgeben und daran, dass sein Lebenswerk fortgeführt werden soll, ließ Christine Schweitzer, Redakteurin des FriedensForums, keinen Zweifel. „Selbstverständlich machen wir weiter. Das sind wir Mani schuldig.“


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Foto: (c) Jennifer Zumbusch

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