Am kommenden Mittwoch

Hiroshimatag in Bonn

4. August 2014.

Am kommenden Mittwoch, den 6. August 2014, jährt sich der Atombombenabwurf auf Hiroshima zum 69. Mal. Mindestens 92.000 Menschen starben sofort nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki, drei Tage später, und zehntausende weitere starben oder erkrankten in den folgenden Monaten und Jahren. Zum Hiroshimatag wird diesen Opfern weltweit und auch in Bonn mit einer Veranstaltung am Beueler Rheinufer gedacht.

Trotz der verheerenden Folgen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki fand in den folgenden Jahrzehnten eine massive atomare Aufrüstung statt. Das Netzwerk Friedenskooperative weist darauf hin, dass heute immer noch über 20.000 Atomsprengköpfe auf der Erde lagern, deren Zerstörungsgewalt 900.000 Mal so groß ist wie die der Hiroshimabombe. Trotz Abrüstungsbekundungen steigt die Proliferationsgefahr; viele Staaten wollen ihre Waffensysteme modernisieren und weitere Regionalmächte könnten bald die Bombe anstreben. Auch die in Büchel in der Eifel stationierten US-Atomwaffen sollen nicht abgezogen, sondern 2017 sogar modernisiert werden. Das Netzwerk Friedenskooperative fordert den umgehenden Abzug dieser Atomwaffen als ersten Schritt hin zu einem atomwaffenfreien Europa.

Der Veranstalter der Bonner Gedenkveranstaltung, die Friedensinitiative Beuel, warnt vor dem Hintergrund der aktuellen Konflikte in Gaza, Syrien, dem Irak und der Ukraine sowie steigenden Waffenexporten und einer zunehmend scharfen Rhetorik in den internationalen Beziehungen vor Aufrüstung und fordert die weltweite Abschaffung der Atomwaffen. Die Veranstaltung „Blumen für die Opfer von Hiroshima und Nagasaki“ findet am 6. August um 18 Uhr am Hiroshima-Mahnmal am Beueler Rheinufer südlich der Kennedybrücke (Nähe Brückenforum) statt. Das Mitbringen von Blumen wird erbeten.

Eine Übersicht aller Veranstaltungen (bundesweit) zum Hiroshimatag findet sich hier: http://www.friedenskooperative.de/netzwerk/hiro2014.htm

Foto: (c) Anke Liepertz

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