12. August 2014.

Der Bonner Verein FEMNET e.V., der sich überregional für Frauenrechte einsetzt, macht auf die Situation der Beschäftigten der Tuba Gruppe in Bangladesch aufmerksam. Die Tuba Gruppe war in die Kritik geraten, nachdem es 2012 in einer ihrer Fabriken in Dhaka, in der unter anderem Kleidung für C&A hergestellt wurde, zu einem Brand gekommen war.

Es ist unerhört: Die Justiz in Bangladesch gibt der Erpressung durch den Clan von Delwar Hossain nach, der den 1.600 Beschäftigten der Tuba Gruppe drei Monatslöhne plus Überstundenzuschläge und Eid-Bonus vorenthält, um seine Freilassung auf Kaution zu erpressen. Er saß im Gefängnis, weil er der Besitzer der Tazreen Fabrik ist, wo 112 Beschäftigte in einem Brand am 24. November 2012 umkamen und Hunderte bis heute verletzt sind. Nun ist Hossain auf Kaution frei. nDie ArbeiterInnen befinden sich im Hungerstreik für ihre ausstehende Löhne. Statt das Unternehmen wegen fehlender Zahlungen zu bestrafen, entlässt die Justiz den Verursacher der Probleme aus der Haft. Der Dachverband der Textilunternehmer BGMEA versucht die Beschäftigten zu spalten, indem er ihnen anbietet, zwei Monatslöhne auszuzahlen. Die Mehrheit der Beschäftigten setzt aber ihren Hungerstreik fort und verlangt die ihnen rechtmäßig zustehenden drei Monatslöhne plus Zuschläge und Eid-Bonus.

FEMNET e.V.  fordert den Textilunternehmensverband BGMEA, die Besitzer der Tuba Gruppe und die dort einkaufenden Unternehmen (u.a. Lidl) dazu auf, unverzüglich den Beschäftigten ihre ausstehenden Monatslöhne plus Eidzulage zu zahlen, so dass sie nicht ihre Gesundheit ruinieren müssen, um ihnen zustehende Löhne einzuklagen.

Weitere Informationen finden sich hier.

Foto: (c) Erich Häfele / JOKER

Schlagworte: , , ,

Artikel zum gleichen Thema

Zum Artikelarchiv ...

Vorheriger Artikel:

Nächster Artikel:

Artikel RSS
Kommentare RSS
rhein:raum Twitter