18. August 2014.

Die Initiative AntiAtomBonn weist darauf hin, dass Anfang dieser Woche wieder Atomtransporte durch Bonn zu erwarten sind. Im Hambuger Hafen lagern insgesamt 36 Container mit Uranerzkonzentrat, die für den Weitertransport auf der Schiene durch Niedersachsen und NRW nach Sarbonne in Frankreich zusammengestellt worden sind. Vier dieser Container wurden zunächst von der Hamburger Polizei wegen Sicherheitsmängel mit einem Beförderungsverbot belegt. Trotz fehlender Zulasssung hat das Amt für Arbeitsschutz in Hamburg nun den Transport freigegeben, wie NDR 90,3 berichtet.

Das Uranerz stammt aus Usbekistan und Namibia und wird in Frankreich zu hochgiftigem Uranhexafluorid verarbeitet, um in dieser Form zu Urananreicherungs-anlagen transportiert zu werden. Eine dieser Anlagen steht in Gronau im Münsterland, so dass mit zahlreichen weiteren Transporten gerechnet werden muss, die als noch  gefährlicher einzustufen sind.

Anti-Atom-Organisationen fordern seit langem den Stopp sämtlicher Atomtransporte. Besonders empörend sei, so Herbert Hoting von AntiAtomBonn, dass diese Transporte vor der Öffentlichkeit und den Behörden geheim gehalten werden. Die Transporte selbst, die Fahrtrouten und die Art der radioaktiven Fracht werden nur durch die jahrelangen Beobachtungen durch Umweltaktivisten bekannt.

Zahlreiche Anträge an den Rat der Stadt Bonn, sich gegen Atomtransporte über das Stadtgebiet auszusprechen, sind bisher von CDU und FDP zurückgewiesen worden.

Foto: Karl-Heinz Hick / JOKER

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