Ein Sonntagskonzert im Freien

Kultur in der Kaserne

29. August 2014.

Am kommenden Sonntag, den 31.8. werden Raphaël und Shakya ein Konzert geben. Die Musik wird sich jedoch nicht nur auf ein Genre beschränken. Dabei begeben sich die Hörer auf eine klangvolle, abwechslungsreiche Reis durch allerlei Genres. In einer entspannten Atmosphäre kann man Raphaël auf der Harfe oder beim Gesang zuhören. Er spielt aber auch auf keltischen Flöten. Shakya dagegen wird das Publikum mit ihrer Fertigkeit auf dem Violoncello oder auf der Dilruba begeistern.

Bei der einer Dilruba handelt es sich im Übrigen um ein nordindisches Streichinstrument. Die multikulturelle Mischung von Instrumenten spiegelt sich auch in der Performance der beiden Künstler wieder. Ihre Melodien und Stücke sind mal still, mal herzvoll. Auch an meditativen Klängen wird es hier nicht fehlen. Für gute Stimmung wird dann mit folkloristischen Stücken und jazzigen Swing gesorgt. Sogar ethnische Grooves sind bei diesem Konzert mit dabei. Diese besondere Mischung aus verschiedenen Genres und Melodien wird nachmittags zur besten Kaffeezeit, also zwischen 16 und 18 Uhr im Ermekeilgarten stattfinden.

Die Ermekeilinitiative ist seit November letzten Jahres dabei schon mal eine temporäre Zwischennutzung für das Gelände zu organisieren. Zur Zeit verhandeln die Stadt Bonn und die BImA (Bundesamt für Immobilien) über den Kaufpreis, damit dort in Bälde neues ziviles Leben einziehenkann. Am 23.5.2013 hat die Stadt Bonn entschieden sein „Erstzugriffsrecht“ geltend zu machen. Seitdem möchte die Stadt die Ermekeilkaserne vom BImA erwerben. Darauf brachte sich vor allem die Ermekeil-Kaserne bei den Planungsvorschlägen mit ein um die Interessen der Bürger der Stadt Bonn zu repräsentieren.

Hierzu gibt es verschiedenste Planungsvorschläge. Dazu gehören vor Allem Nutzungsmöglichkeiten der Räumlichkeiten und des Geländes für kulturelle Veranstaltungen wie die oben genannte. Auch eine Form des gemeinschaftlichen Wohnens, „Cohousing“ genannt, gehört zu den Ideen und Vorschlägen. Das „Cohousing“-Konzept wurzelt in Schweden. Dabei geht es darum, dass viele Menschen in einer Gemeinschaft zusammen leben. Es gibt sowohl gemeinsame Abendessen mit gemeinsamen Kochen als auch Gemeinschaftsräume und einen Gemeinschaftsgarten die zu dem Zusammengehörigkeitsgefühl beitragen. Jedoch gibt es neben den gemeinschaftlich nutzbaren Räumen Privatwohnungen, die eine angemessene Privatsphäre garantieren. Die bereits erwähnte Ermekeil-Initiative setzt sich für den Aufbau eines solchen „Cohousings“ ein. Sie bemüht sich jedoch auch darum die Kaserne als „Ort der Vielfalt“ zu erhalten indem die Kaserne als Kulisse für Konzerte dient.

Am kommenden Sonntag wird sich wieder darum bemüht die Ermekeilkaserne mit der Kultur in Verbindung zu bringen. Das Konzert soll nun zeigen wie vielfältig das Gelände der ehemaligen Kaserne genutzt werden kann. Das einzige was zu wünschen übrig bleibt wäre: schönes, sonniges Wetter!

Foto: Gudrun Petersen / JOKER

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