70 Jahre nach Bombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki

„Bonn goes Büchel 65“

30. März 2015.

Am vergangenen Donnerstag startete eine 65 Tage lange Protestaktion von Friedensaktivisten am Fliegerhorst Büchel in der Eifel. Auf dem Fliegerhorst lagern ca. 20 US-amerikanische Atomwaffen. Die Friedensaktivisten wollen mit der Aktion für ein Ende der nuklearen Teilhabe eintreten.

Bereits im Jahr 2010 sprach sich der Bundestag für einen Abzug der Atombomben aus. „Deutschland muss deutliche Zeichen für eine Welt frei von Atomwaffen setzen“, hieß es damals. Seitdem ist wenig zur Umsetzung dieses Ziels geschehen. Im Gegenteil: Zuletzt stimmte die Bundesregierung der Modernisierung der Atomwaffen zu.

Auch Bonner Friedens- und Antiatomgruppen kündigten Aktionen an. Am 8./9. Mai wolle man sich an den Blockaden vor dem Haupttor des Fliegerhorsts beteiligen. Dazu werden noch weitere Menschen gesucht, die sich an der Aktion beteiligen wollen.

Bereits in den vergangenen Tagen konnten Friedensaktivisten den Betrieb auf dem Fliegerhorst mit Blockadeaktionen stören.

 

Den Aufruf der Bonner Gruppen können Sie hier nachlesen:

Bonn goes Büchel 65

Abrüstung der Atomwaffen in der Eifel – gewaltfreie Sitzblockade am 9. Mai 2015

Nur eine gute Autostunde von Bonn entfernt lagern seit dem Kalten Krieg 20 US-amerikanische Atombomben im Fliegerhorst Büchel in der Eifel. Im Rahmen der nuklearen Teilhabe stellt die Bundesrepublik Tornado-Kampfflugzeuge und Personal zur Verfügung, um die Atombomben im Ernstfall in ihr Abwurfziel zu fliegen.

Atomwaffen in Büchel nicht modernisieren, sondern abschaffen!

Am 26. März 2010 beschloss der Deutsche Bundestag „Deutschland muss deutliche Zeichen für eine Welt frei von Atomwaffen setzen“. Doch statt eines Abzuges der Atombomben hat die Bundesregierung deren Modernisierung zugestimmt. In diesem Zusammenhang werden auch die notwendigen Trägermittel einschließlich der Tornado-Flugzeuge modernisiert und ihre Lebensdauer verlängert. Die NATO baut weiter Raketenabwehrsysteme auf, die die Aufrüstung antreiben (siehe Dt. Bundestag, Druck-sachen 18/287 u. 18/3409).

Büchel 65 – 65 Tage gewaltfreie Sitzblockaden in Büchel. Wir sind dabei!

Vom 26. März 2015 bis zum 29. Mai 2015 sollen im Rahmen einer bundesweiten Kampagne (www.buechel-atomwaffenfrei.de) an möglichst vielen Tagen Sitzblockaden vor dem Fliegerhorst in Büchel stattfinden, um die Öffentlichkeit durch diese Aktionen des zivilen Ungehorsams auf die Stationierung und Lagerung von Atomwaffen hinzu-weisen. Damit werden Aufrufe deutscher Friedensorganisationen wie z.B. „Öffentlicher Aufruf für ein atomwaffenfreies Deutschland“ unterstützt. Bonn goes Büchel 65 ist ein Zusammenschluss Bonner Bürgerinnen und Bürger, die am 9. Mai eine gewaltfreie Sitzblockade vor dem Fliegerhorst in Büchel durchführen.

Symbolisch wollen wir ein deutliches Zeichen für die sofortige Abrüstung der Atomwaffen setzen. Wir fordern ein-dringlich die Bundesregierung in Berlin und die Bundestagsabgeordneten aus Bonn und Umgebung auf, sich endlich aktiv für den Abzug der Atomwaffen einzusetzen. Am 9. Mai wird die Gruppe antiatombonn ihr großes gelbes gestricktes X vor dem Haupt-eingang des Fliegerhorstes ausrollen. Dazu gibt es Musik und – wenn möglich – ein rheinisches Fest mit guter Laune wie bei der gelungenen Aktion 2012 vor dem Atommülllager in Gorleben (siehe Foto). Gesucht werden neben TeilnehmerInnen an der Blockade auch UnterstützerInnen vor Ort. Auch Ausflugs-BesucherInnen sind herzlich willkommen.

Termine und Mitmachen:

  • 16. April 2015, 20h: Film und Information, Musikcafe Limes, Theaterstraße 2, Bonn.
  • 29. April 2015, 17h30-19h: Blockade-Training, Hofgartenwiese, Bonn beim großen gelben Strick-X.
  • 1. Mai 2015, ab 14h Infostand beim Internationalistischen 1. Mai an der Marienschule, Heerstraße, Bonn, 16h Planungstreffen.
  • 8./9. Mai 2015: Bonn goes Büchel 65 Sitzblockade, vor dem Haupteingang des Fliegerhorstes in Büchel. Abfahrt Freitagnachmittag, dann Vorbereitung und Einführung vor Ort und Blockade am Samstag 9. Mai 2015.

Weitere Aktionsmöglichkeiten:

  • Schreiben Sie Ihrem Bundestagsabgeordneten und fordern Sie ihn auf, aktiv zu werden.
  • Bonns Oberbürgermeister ist seit 2005 im Netzwerk „Bürgermeister für den Frieden“, das sich aktiv gegen Atomwaffen wendet. Fragen Sie doch mal nach.
  • Kontaktieren Sie Medien und weisen Sie auf die Zusammenhänge hin. Zum Beispiel durch Leserbriefe an den Generalanzeiger.
  • Informieren Sie sich und sprechen Sie das Thema im Bekanntenkreis, auf der Arbeit, in Aktionsgruppen, in der Gemeinde, in Uni und Schule an. Bonn goes Büchel 65, ein Zusammenschluss von Bonner Bürgerinnen und Bürgern: Wir bitten um Rückmeldungen (per E-Mail, siehe Kontakt unten), inwiefern ihr am 9. Mai bei der Aktion dabei seid: Als TeilnehmerIn, UnterstützerIn der Blockade, Besuch/Gast oder in welcher anderen Form ihr vorab – z.B. als BriefschreiberIn – aktiv werden könnt.

Kontakt: kontakt@antiatombonn.de ; www.antiatombonn.de

Spenden für die Aktionen sind willkommen, aber nicht von der Steuer absetzbar:

Jens Koy, GLS-Bank, BLZ: 430 609 67, Konto: 8019 301 640 oder

Jens Koy, IBAN: DE52 4306 0967 8019 3016 40

Der Zusammenschluss wird unterstützt von:

Netzwerk Friedenskooperative

AntiAtom Bonn

 

V.i.S.d.P: Jens Koy, Wehrhausweg 33, 53227 Bonn

Foto: ( c ) atomwaffenfrei.jetzt

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