"Eine Welt - Unsere Verantwortung":

Bonner Dialogforum Zukunftscharta

22. Mai 2015.

Am Donnerstag, 21.Mai, trafen sich auf Einladung der Stadt Bonn, des Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) und Engagement Global/ Servicestelle Kommunen in der Einen Welt, Bonner Akteure aus dem Bereich Entwicklungszusammenarbeit, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zur Diskussion der lokalen Umsetzung der Zukunftscharta „Eine Welt – Unsere Veranwortung“ im Alten Rathaus.

Die Zukunftscharta „Eine Welt – Unsere Verantwortung“ entstand innerhalb des letzten Jahres in einem deutschlandweiten Dialogprozess bei dem sich Experten sowie Bürger gleichermaßen beteiligen konnten. Durch viele Beiträge, Ideen und Vorschlägen konnte die Zukunftscharta gemäß Planung im November 2014 veröffentlicht werden. Sie umfasst einen gemeinsam erarbeiteten Themenkatalog mit acht Handlungsfeldern mit dem Ziel einer globalen nachhaltigen Entwicklung voranzutreiben. Dies bekommt besonders dadurch verstärkte Aktualität, da diesen September die Vereinten Nationen neue globale Entwicklungsziele beschließen werden, welche die 2000 verabschiedeten Millenniums-Entwicklungsziele ablösen werden.

Beitrag zur Post-2015-Agenda

Deshalb wurde am Nachmittag des 21. Mai mit zahlreichen in Bonn ansässigen Akteuren, die auch zum großen Teil am Entstehungsprozess der Charta beteiligt waren, über Möglichkeiten der Umsetzung der entwickelten Leitsätze, besonderers auf kommunaler Ebene, diskutiert. Die Veranstaltung begann, nach der Begrüßung durch den Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, mit einer moderierten Gesprächsrunde zwischen diesem, der stellvertretenden Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE), Dr. Imme Scholz und Michael Krake als Vertreter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Darauf folgte ein Dialog mit den anwesenden Akteuren mit den Zentralen Fragen, welche Ansätze der Charta sich für konkrete Aktivitäten und Kooperationen eignen könnten, welche neuen Partnerschaften denkbar sind, welcher Voraussetzungen dies bedürfe und welche Rolle die Stadt, die Zivilgesellschaft, Unternehmen oder die wissenschaftliche Politikberatung dabei spielen können. Während dieses Dialoges wurden viele Themen angesprochen, Impulse gesetzt und vor allem auch der Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren gefördert in zukünftiger Zusammenarbeit bestimmte Ziele zu verfolgen. Außerdem sollen die dokumentierten Ergebnisse dieses Dialogforums in ein „Bürger-Zukunftsforum“ einfließen, welches für die zweite Jahreshälfte geplant ist.

Während der Gesprächsrunde wurden die Zuhörer dazu aufgerufen unter dem hashtag „#Zukunftscharta“ ihre Eindrücke des Gespräches zu twittern, was auch zurückhaltend genutzt wurde. So erreichte, die von Jürgen Nimptsch getroffene Aussage „Die Welt wird aus Bonn gerettet“ auch die Twittergemeinde. Der Saal quittierte das Statement mit einem kollektiven Schmunzeln.

„Global denken, lokal handeln“

Dieses Statement verdeutlichte und erklärte Nimptsch im späteren Verlauf des Gespräches durch einen Vergleich: Kommunen sollen sich als Hauptdarsteller in einem Stück sehen. Als Hauptdarsteller würde jeder die Welt aus seiner eigenen Stadt oder Kommune heraus retten. Diese Aussage spiegelt eine der zentralen Botschaften der Zukunftcharta. „Entwicklung beginnt bei uns in Deutschland“, die Verantwortung liegt bei uns selbst und jeder kann einen Teil dazu beitragen.

Foto: Alicia Reinhardt

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