17. November 2015.

500 Menschen folgten dem Aufruf von „Bonn stellt sich quer“ am Freitag auf dem Bonner Marktplatz und protestierten lautstark gegen die rassistische Hetze von Pro-NRW. Dabei rückten sie dem Versammlungsort von Pro-NRW so nah auf die Pelle, dass sie nur durch eine Polizeiwagenburg  ca. 20 Meter von dem Gegenprotest geschützt werden konnte. Doch es kam so wie es beabsichtigt war, die fünf Personen von Pro-NRW wurden von keinem gesehen und keinem gehört. Sie hatten einfach keine Zuschauer.

„Pro-NRW ist eine gefährliche rechtsextreme fremdenfeindliche Bewegung. Das zeigte sich am Freitag, als die Neonaziszenefrau Melanie Dittmer als Rednerin auftrat. Als Initiatorin von Bogida sagte Sie gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel  “, dass es für sie ist es völlig unerheblich ist, ob es den Holocaust gegeben hat. Mit der Einladung von Dittmer als Rednerin hat sich Pro NRW einmal wieder klar an die Seite von bekannten Neonazis gestellt.“, so Nils Jansen von „Bonn stellt sich quer.

Mit Trauer und Bestürzung hat „Bonn stellt sich quer“ dann noch am selben Tag die feigen Attentate von Paris aufgenommen und warnt davor, dass Rassisten die Anschläge für sich nutzen könnten:  „Nach den Attentate müssen wir wachsam sein und dafür sorgen, dass  islamhomophone Statements nichts im öffentlichen Raum zu suchen haben. Flüchtlinge sind ganz bestimmt nicht für die Attentate von Paris verantwortlich, denn genau vor  diesen feigen Terroristen sind die Menschen geflohen. Dabei unterscheiden sich die Dschihadisten des Islamischen Staates kaum in ihrer Menschenverachtung von Neonazis und Rassisten. Die Antwort auf die Anschläge in Paris ist nicht mehr Rassismus und Abschottung, sondern Frieden und internationale Solidarität “, so Martin Behrsing von „Bonn stellt sich quer“.

Foto: M.Bersing

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